produktionen | Rood Verlangen

 

Stummfilm mit Live-Musik
Deutsche Filmklassiker von F.W. Murnau 1922
Der deutsche Filmklassiker Der Brennende Acker von dem expressionistischen Filmgenie F.W. Murnau (1931), Regisseur des weltberühmten Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens, wurde durch ein einzigartiges Live-Muziek-Arrangement niederländischer Musiker zu neuem Leben erweckt und tourt nun durch Filmtheater beidseits der Grenze.
Der im Jahre 1922 vollendete Stummfilm-Klassiker schien lange Zeit für immer verschollen, bis nach intensiver Recherche 1978 in Italien eine fast komplette Kopie entdeckt wurde. Dieses prachtvolle Stück Filmgeschichte und bildgewaltige Loblied der einfachen bäuerlichen Welt steht nun, nach technischer Überarbeitung, wieder dem breitem Kinopublikum zur Verfügung.
Der brennende Acker – Die Geschichte
Der Hof des alten Bauern Rog fällt nach seinen Tod seinen beiden Söhnen Peter und Johannes zu. Während Peter pflichtschuldig die Arbeit des Vaters fortführt und seiner vertrauten bäuerlichen Lebenswelt treu bleibt, entflieht der ehrgeizige Johannes der ehrgeizige Johannes dem wenig attraktiven Dasein indem er versucht, durch Spekulationen und Intrigen das grobe Geld zu machen. Er nimmt eine Stelle als Sekretär des alten Grafen Rudenberg an und verführt dessen Tochter Gerda. Als er erfährt, dass Helga, die zweite Frau des Grafen den so genannten ,,Teufelsacker “ erben wird, widmet er ihr die volle Aufmerksamkeit  und ändert seine sinistre Strategie. Unter dem Acker befindet sich ein Ölquelle. Eine Tragödie des Ehrgeizes nimmt ihren Lauf und endet schicksalhaft.
Nachdem sich F.W. Murnau mit dem phänomenalen Erfolg seiner Schauermuar Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens (1921) inhaltlich am Rande der Wirklichkeit bewegt, wandte er siche mit seinen darauf folgenden Filmen Der Brennende Acker un Der letzte Mann stärker realistischen Stoffen zu. Gemeinsam mit den seinerzeit bedeutndsten Kameramänners Fritz Arno Wagner un Karl Freund inszenierte F.W. Murnau ein suggestiionsreiches, bild- und effektträchtiges Silzialdrama, dessen Atmosphäre durch die Spielgelung seelicher Verfassung in monumentalen Landschaftsbildern geprägt ist.

Die schwerblütige Geschichte um eine Hoferbin, genannt die „Geierwally“, die sich dem Willen ihres tyrannischen Vaters widersetzt und die Verbannung in die Einsamkeit der Bergwelt einer erzwungenen Ehe mit einem charakterlosen Erbschleicher vorzieht, ist wiederholt verfilmt worden und gipfelte in einer grotesken Klamotte von 1986, die Kultstatus erreichte. 1921 Verfilmte E.A. Dupont die Romanvorlage von Wilhelmine von Hollern mit Henny Porten, die Geierwally mit zugleich glühender Leidenschaft und großem Gespür für die vielen Facetten dieser eigenwilligen Frau verkörpert. Ihre Liebe zum stolzen und starrsinnigen „Bärenjosef“, die tragischen Verwicklungen, die beinahe alle ins Unglück stürzen, die erhabene Bergwelt – der Film strotzt vor großen Gefühlen und erstaunt dabei immer wieder mit einem für die damalige Filmkunst ungewöhnlichen Realismus, unterstützt durch die Authentizität der Außenaufnahmen. Schon die zeitgenössische Kritik bejubelte den Stummfilmklassiker unter den Heimatfilmen. Nicht nur die naturalistischen Aufnahmen einer echten Schneelawine und Bärenjosefs Kampf mit dem ausgebrochenen Dorfstier, vor allem Henny Portens Spiel begeisterte – auch heute noch: »Wenn die Geierwally sagt: Ich liebe – dann liebt die wirklich. Das ist eine Sache fürs Leben. Das mit dem Bärenjosef. Aber sie hat in diesem Film noch etwas anderes zu tun als zu lieben. Und dieses andere, das Hassen, das macht die Geier-Henny wunderbar.«

(Bühne und Film, 1921)

frieren

Fundbureau und Rood Verlangen spielen Schaf mit Stiefeln

 

Winter. Wolf stapft mit seinem Schlitten durch den Schnee. Er hat Hunger. Schaf liegt im Stall. Es hat keine Ahnung von der Welt und vom Leben. Wolf will Schaf fressen, Schaf will Schlitten fahren. Wolf merkt: so einfach ist das nicht mit dem Fressen und Gefressen werden. Schaf merkt: Das Leben kann ungeheuer aufregend sein! Und es geht nichts über einen großen Freund, den man bewundern kann. Und den man retten kann, wenn es sein muss.

 

Eine Geschichte über Schlittenfahren, Dichtkunst, Fressen und Freundschaft, kindgerecht serviert in Stiefeln. Eine kuriose Fabel über das Leben. Gefressen wird ein ander Mal.

 

Musiktheater für Kinder nach dem preisgekrönten Niederländischen Kinderbuch ‚Schaap met laarsjes‘ von Maritgen Matter (auf deutsch erschienen unter dem Titel ‚Ein Schaf fürs Leben‘) von Nico-Jan Beckers (Akkordeon) und Auke Reuvers (Klarinette) / Rood Verlangen (NL) und Jan-Christoph Tonigs (Schauspiel) / fundbureau.org

 

Endregie: Bart Hogenboom. Gefördert durch Land NRW, EUREGIO, Kulturamt Münster

 

Schaf mit Stiefeln war schon in Deutschland in: Münster, Altenberge, Greven, Lüdinghausen, Nürnberg, Osnabrück und Hamburg, und in die Niederlande in: Enschede, Hengelo, Brecklenkamp und Groenlo.

Euregio_FC

Warme pelsjas

Musiktheater für Kinder ab 5 Jahren nach dem Märchen “Allerleirauh” von den Gebrüdern Grimm mit Musik von Astor Piazzolla

Es war einmal ein Mädchen. Ihr Vater war ein König und ihre Mutter war sehr, sehr krank. Als ihre Mutter stirbt und sie sich von ihrem Vater unverstanden fühlt, ist sie alleine und traurig.

Doch das Mädchen ist mutig, macht sich von Allem los, begibt sich auf ihre Reise und sucht ihren Weg. Sie ist ohne Furcht und neugierig, was die Welt denn so zu bieten hat.

Als sie alleine nicht mehr weiter kommt, geschieht ein Wunder: alle Tiere des Waldes helfen ihr.

Eingehüllt in ein warmes Tierfelljäckchen trifft sie einen Prinzen und kann ihm zeigen, dass eine wahre Prinzessin nicht nur durch ihre Schönheit zu erkennen ist. Sie ist voller Leben und tanzt wieder wie früher.

Allerleirauh ist wie ein Tango, angetrieben durch ein feurig, innerliches Verlangen.

Es ist eine Geschichte über eine Prinzessin, über Herkunft, über Mut, über Wunder, über eine lange Reise, eine kalte Außenwelt und ein warmes Felljäckchen.

 

Schauspiel:
 Cornelia Kupferschmid
Akkordeon:
 Nico-Jan Beckers
Klarinette:
 Auke Reuvers
Textgrundlage:
 Allerleirauh , Gebrüder Grimm
Text:
 Auke Reuvers
Musik:
 Astor Piazzolla
Arrangements:
 Auke Reuvers & Nico-Jan Beckers
Regie:
 Magda Nij Bijvank
Endregie:
 Carola von Seckendorff
Bühnenbild:
 Yvonne Eikenaar & Fred van de Ven

 

Euregio_FC

 

 

Billy_in_Arizona_atmosferisch

Billy the Kid, der meist gefürchtete Cowboy des Wilden Westens, wird aus dem Gefängnis entlassen. Er will sich an dem Mann rächen, der ihn vor vielen Jahren hinter Gitter gebracht hat: der legendäre Lucky Luke. Aber in dem Augenblick als sie mit ihrem Duell beginnen wollen, werden sie von den Indianern gestört, die gerade die Tochter des Sheriffs entführen.

Billy und Lucky erhalten den Auftrag, sie lebend zurück zu bringen.

Werden die beiden Rivalen diesen Auftrag erfüllen können?

Billy the Kid ist eine Hommage an den Western. Mit der Musik von Ennio Morricone gestaltet Rood Verlangen ein lebendiges Bild mit Indianern, Mexikanern und zwei einsamen Cowboys auf der Suche nach echter Freundschaft.

 

Schauspiel:  Laurens ten Den
Akkordeon:  Nico-Jan Beckers
Klarinette:  Auke Reuvers
Konzept:  Rood Verlangen
Script:  Magda Nij Bijvank & Laurens ten Den
Musik:  Ennio Morricone
Arrangements:  Nico-Jan Beckers & Auke Reuvers
Regie:  Magda Nij Bijvank
Bühnenbild:  Yvonne Eikenaar & Fred van de Ven
Familienvorstellung:  ab 8 Jahren
Dauer:  55 minuten